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DAS FEST

Die „Lions Chefetage“ gratuliert dem Präsidenten des jubilierenden Clubs zur gelungenen Großveranstaltung: v.l.n.r. Gerhard Flohberger mit Governorratsvorsitzenden Ferry Hacker und den Distriktgovernors Franz Polt, Heinz Polke und Franz Mayer
Operetteneinlage des Lehàrfestivals: Rösslwirt Helmut Peter, Miriam Portmann und Boris Pfeifer
Prof. Mag. Kurt Eckel und Bürgermeister Hannes Heide bei der Begrüßung zum „Lions Dischgu“ in der Trinkhalle
LH Dr. Pühringer wird durch Präsident Flohberger und Werner Riener die Ehrenmitgliedschaft des LC Bad Ischl verliehen
LH Dr. Josef Pühringer bei seiner Festansprache
Lions-Präsident Ing. Gerhard Flohberger begrüßt zum Galaabend
Lionsfreunde aus Dresden

22.5.2011

Die Ischler Lions leben Solidarität – seit 50 Jahre 

Mit einem beeindruckenden Fest feierte der Lions Club der Kaiserstadt seinen 50. Geburtstag – und konnte Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer als Ehrenmitglied aufnehmen.

Ich bin stolz, Ihnen das jüngste (Ehren)Mitglied der Lions von Bad Ischl und von ganz Österreich vorstellen zu dürfen“ strahlte Präsident Ing. Gerhard Flohberger, als LH Dr. Pühringer nach der Festrede beim Galaabend sagte: „Ich bin gerne bereit, diese Ehrenmitgliedschaft anzunehmen“.

Eigentlich liefen an diesem Wochenende zwei Großereignisse gleichzeitig ab, denn zum Clubjubiläum waren die Ischler Löwen beauftragt worden, die alljährliche Gesamtdistriktsversammlung - also den Kongress der österreichischen Lionsbewegung - durchzuführen.  Die Organisationsteams um Präsident Ing. Gerhard Flohberger und Mag. Kurt Eckel hatten ganze Arbeit geleistet und bewiesen 10 Jahre nach der legendären Löwen Safari, dass man im Salzkammergut nicht nur Feste feiern, sondern sie auch bestens organisieren und abwickeln kann.

Das dreitägige Jubiläum begann am Freitagabend mit einem ungezwungenen „Lions-Dischgu“ in der historischen Trinkhalle, bei dem sich bereits knapp 300 Personen zu den Klängen der Hohtraxlecker Sprungschanznmusi bestens unterhalten und Salzkammergutschmankerl aus Berg und See genießen konnten. Kurt Eckel konnte in einer Tombola zahlreiche schöne Preise, die von namhaften Betrieben gespendet worden waren, zur Verlosung bringen – somit Anlass für Lions aus dem ganzen Bundesgebiet, bald wieder in unsere Region zu kommen.

Generalstabsmäßig waren dann die Distriktsversammlungen am Samstag im Kongress- und Theaterhaus vorbereitet worden, galt es doch, mehrere hundert Delegierte aus dem Lions-Distrikten Ost, Mitte und West sowie die Vertreter der Jugendorganisation Leos zu akkreditieren und zeitgerecht in die richtigen Tagungslokale zu geleiten. Der Nachmittag wurde mit einem Platzkonzert der Bürgermusikkapelle Bad Ischl und Grußworten von Bürgermeister Hannes Heide eröffnet der nicht vergaß darauf hinzuweisen, dass in unserer Stadt der Bürgermeister für das „Kaiserwetter“ verantwortlich zeichnet. Ehe zum Abschluss der stimmungsvollen Eröffnungszeremonie das Hoamatland gespielt und gesungen wurde hatten Kapellmeister Christian Binder und seine Musiker auch die „Lions Fanfare“ zu Gehör gebracht.

In den Distriktsversammlungen wurden die satzungsgemäßen Rechen-schaftsberichte und protokollarischen Programmpunkte abgewickelt, aus Ischler Sicht höchst erfreulich, dass dabei Prof. Mag. Kurt Eckel für das Amt des 2. Vizegovernors im Distrikt Mitte gewählt wurde. Während die Lions, Lionessen und Leos tagten brachen die Begleiter per Bus und Schiff an den Wolfgangesse auf und genossen Kultur, Landschaft und Kulinarik einer Bilderbuchregion.

Viele fleißige Helfer waren im Hintergrund dafür tätig, dass am Samstagabend ein großartiger Galaabend anlässlich der 50jährigen Charterfeier des Ischler Clubs über die Bühne gehen konnte. Lang und sehr prominent war die Liste der Ehrengäste, die Präsident Flohberger neben rund 500 Lions aus über 100 österreichischen Clubs begrüßen konnte, dazu zahlreiche Abordnungen aus dem befreundeten Ausland, vor allem die Vertreter des Ischler Patenclubs Prien am Chiemsee sowie die Jumelageclubs aus Portogruaro und Dresden.

Mit Operettenintendant LF Dr. Michael Lakner führte ein ebenso eloquenter wie charmanter Conferencier durch den Abend, als ersten Höhepunkt konnte er die Gewinnerin des diesjährigen österreichischen Lions-Musikwettbewerbes präsentieren: die Linzerin Magdalena Bauer, Studentin am Mozarteum in Salzburg, hatte erst kürzlich diesen traditionsreichen Wettbewerb – diesmal für Oboe ausgeschrieben – gewinnen können. Mit Ihrer Partnerin Livia Hollo am Klavier intonierte sie das „Duo Concertante“ von Antal Doráti, welches eine enorme virtuose Herausforderung darstellte und vom Publikum begeistert akklamiert wurde.

Distriktgovernor Mayer würdigte – getreu dem Motto des Internationalen Lionspräsidenten – die Ischler Lions als „Leuchttürme der Hoffnung“ (A Beacon of hope), Governorratsvorsitzender Hacker dankte insbesondere für die herausragende Spende von € 10.000, die der Ischler Club 2010 anlässlich der Erdbebenkatastrophe in Haiti bereitgestellt hatte. Vizebürgermeister Josef Reisenbichler brachte seitens der Stadtgemeinde den Dank dafür zum Ausdruck, dass die Lions seit 50 Jahren Solidarität glaubhaft leben und meinte: „… das heißt Armut erkennen und unbürokratisch sowie rasch zu helfen“.

Viel Großartiges wäre in der Region nicht geschehen, wenn nicht vor 50 Jahren beherzte Männer diesen Club gegründet hätten“ begann LH Dr. Pühringer seine Festrede und spannte – in brillanter Rhetorik – einen Bogen bis hin zum europäischen Jahr des Ehrenamtes. „Zwei Drittel aller Oberösterreicher sind ehrenamtlich engagiert, viele davon sind Doppeltäter, denn wer Talent hat, den wollen schnell auch andere in Beschlag nehmen“. In einer hektischen und schnellen Welt sind es selbstlose Menschen wie Lions und viele weitere Gruppierungen, die soziale Wärme in die Gesellschaft bringen, viele Bereiche würde ohne Ehrenamtliche nicht funktionieren und, so Dr. Pühringer, „menschliche Wärme gibt es nicht durch Gesetz und Geld, sie kann nur von Menschen kommen. Nächstenliebe, das heißt eine Spende zu geben, aber auch, sich mit den Problemen der Armen bewusst auseinander zu setzen.“ Der Landeshauptmann lobte nicht minder das kulturelle Wirken, ihren Einsatz für die Jugend,  das Engagement für den Frieden und den Weitblick der Lions,  denn „Nur ein Gartenzwerg kann nicht über den eigenen Zaun hinausblicken“.

Als bleibende Erinnerung erhielt jeder Teilnehmer die Festschrift des Clubs, den Rückblick auf all die Aktivitäten der letzten 50 Jahre gestaltete Präsident Flohberger mit einem Film, der als Chronik in bewegten Bildern viele Erlebnisse und Hilfsmaßnahmen aufzeigte und auf sehr emotionale Weise auch Menschen ins Bild rückte, denen die Lions helfen konnten. Mit anhaltendem Applaus und Standing Ovations wurde Gerhard Flohberger für all seine Arbeit rund um dieses Jubiläum gedankt.

Eine hochkarätige Einlage boten Vertreter des Ischler Lehàrfestivals: Miriam Portmann und Boris Pfeifer brachten Auszüge aus dem „Weißen Rössl“ und aus „Paganini“ und als Überraschungsgast intonierte Rösslwirt Helmut Peter einige Strophen in der Rolle von Kaiser Franz Josef.

Zahlreiche Gratulanten aus dem In- und Ausland sowie von den befreundeten Ischler Serviceclubs überbrachten ihre Grußadressen, zum berührenden Höhepunkt wurde dabei Dr. Fritz Reuther von Patenclub LC Prien/Chiemsee: er erinnerte an den großen Lions Dr. Joschi Sora, der nicht nur 34 Jahre lang die wissenschaftliche Elite unseres Landes zu den „Humanistischen Gesprächen“ nach Ischl geholt hatte, sondern stets mit aufmunternden Worten oder einem Witz zur Stelle war, wenn jemand Zuspruch brauchte. Selbst fast neunzigjährig brillierte Dr. Reuther mit eloquentem Humor und unglaublich präzisen Erinnerungen an Bad Ischl und seine Lions und zeigte, welch große Persönlichkeiten diese 50 Lionsjahre geprägt hatten.

Sowohl die Repräsentanten des Kabinetts, als ungezählte Teilnehmer brachten die Begeisterung über dieses gelungene und bestens organisierte Wochenende zum Ausdruck. Die Gesamtdistriktsversammlung aller österreichischen Lions endete mit einem Motivationsvortrag von Extrembergsteiger Georg Pachler der meinte, helfen könne nur der, der selbst innerlich stark sei und mit den Worten endete: „Die größte menschliche Tugend ist es, zu helfen, ohne selbst eine Gegenleistung zu verlangen.“

Die Ischler Lions danken allen Personen und Institutionen, die bei der Realisierung dieses großen Festes hilfreich zur Seite gestanden sind, ganz herzlich.

Mag. Alfred Reimair